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Dear Esther ist eines der berühmteren Spiele in diesem Wiki. Ursprünglich als Mod für Half Life 2 veröffentlicht, legten die Entwickler thechineseroom 2012 eine eigenständige Vollversion nach, die man über Steam erwerben konnte.

Es handelt sich um ein First-Person-Adventure. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines unbekannten Mannes, der sich auf einer einsamen Insel befindet. Während der Spieler die Insel erkundet, liest der Protagonist immer wieder Briefe vor, die er an seine Geliebte Esther geschrieben hat.

Geschichte Bearbeiten

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Der Spieler erkundet eine einsame Hebriden-Insel und hört stellenweise Fragmente aus Briefen, die er seiner Geliebten einst geschrieben hat. In ihnen erzählt er von der Geschichte der Insel, seinen Gefühlen und Wünschen. Regelmäßig tauchen bestimmte Dinge, wie etwa die Zahl einundzwanzig oder Personen wie ein gewisser Paul oder Donelly auf. Während der Wanderung über die Insel erfährt der Spieler den Grund für seinen Aufenthalt auf der Insel und seinen Krankheiten. Weitere wiederkehrende Elemente sind geisterhafte Erscheinung, die man zu Gesicht bekommt (wenn man die Augen aufhält), Schaltkreiszeichnungen und Strukturformeln von chemischen Elementen.

Gameplay Bearbeiten

Dear Esther ist ein recht kurzes Spiel und in vier Kapitel unterteilt, innerhalb von zwei Stunden hat man es beendet. Großartige Interaktion mit der Umwelt findet nicht statt, der Weg ist das Ziel und den Weg gilt es, entlangzuwandern.

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Dennoch bietet das Spiel, welches böse Zungen als interaktiven Film bezeichnen, Wiederspielwert. Die Texte wurden von zwei Sprechern gesprochen, was den Spieler verwirrt, da er nie wirklich den Protagonisten enträtseln kann. Und die gesprochenen Texte unterscheiden sich beim wiederholten Durchspielen, oftmals werden ganz andere Dinge erzählt als zuvor.

Auch die Welt scheint sich teilweise zu verändern, an einer Klippe findet man etwa beim ersten Durchgang einen Haufen Bücher, beim zweiten Durchgang einen geöffneten Koffer.

Technik Bearbeiten

Wer die Stand-Alone-Version von Dear Esther mit der ursprünglichen Half-Life-2-Mod vergleicht, dem fallen sofort die Unterschiede ins Auge. Das Spiel setzt auch weiterhin auf die Source-Engine, schafft aber eine atemberaubende Darstellung der Landschaft. Dichte, weite Wiesen wehen im Wind, helles, schillerndes Licht sorgt in gewaltigen Tropfsteinhöhlen für eine atemberaubende Atmosphäre.

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Auch die Vertonung ist sehr gut gelungen, es ist aber für den einen oder anderen empfehlenswert, sich eine Mod für die Übersetzung der Texte herunterzuladen, da die Sprache des Protagonisten recht blumig ist und man genau hinhören muss, außerdem werden die Textblöcke sehr schnell wieder ausgeblendet.

Nachwirkungen Bearbeiten

Mit Dear Esther schaffte der Entwickler thechineseroom, sich internationale Aufmerksamkeit zu sichern. Die von den Spielern größtenteils positiv aufgenommene Arbeit führte schließlich dazu, dass Frictional Games die Entwickler mit der Entwicklung des Spiels Amnesia - A Machine for Pigs beauftragte.

Empfehlung Bearbeiten

Dear Esther ist gewiss nicht jedermanns Sache. Spielerischen Anspruch findet man hier nicht. Die Kritiker, die das Spiel oftmals aus Spaß mit einem Film vergleichen, behalten in gewisser Weise recht. Wer also primär wegen des Gameplays Spiele spielt, ist bei Dear Esther definitiv falsch.

Jedoch sollte jeder, der auf eine schaurige, einsame Atmosphäre steht, gepaart mit einem Hauch Mystery und Surrealismus, gekrönt von einer wunderschönen und unglaublich traurigen, großartig ezählten Geschichte, unbedingt zuschlagen. Bei Steam gibt es das Spiel für wenig Geld.

Gallerie Bearbeiten

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