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Cultures 2 - Die Tore Asgards ist das zweite Spiel aus der Cultures-Reihe und der Nachfolger von Cultures - Die Entdeckung Vinlands. Es spielt zeitlich nach den Ereignissen des Vorgängers, obwohl die nachgespielten Ereignisse vor 1000 n. Chr. stattfanden. Es gilt als eines der Vorzeigespiele für ein "Wir müssen schnell einen Nachfolger raushauen"-Projekt, welches sogar eine ausgezeichnete Qualität hatte. Denn Cultures 2 stammt aus dem Jahr 2002, der Vorgänger aus dem jahr 2000. Berücksichtigt man die Arbeiten an dem Addon "Die Rache des Regengottes", ist dies eine echte Leistung!

Geschichte Bearbeiten

Der nun jugendliche Bjarni hat einen Traum, in dem die Welt von der Midgard-Schlange verschlungen wird. Nur er und eine Handvoll Helden können sie besiegen, wie die Schicksalsgöttinnen (Norn) ihm klarmachen. Also reist Bjarni durch ganz Europa und durch den Mittelmeerraum, um besagte Helden zu sammeln. Darunter ist etwa Sigurd, ein Speerträger aus dem Frankenreich, sowie Hatschi, ein Turbanträger und Cyra, eine Griechin, die gut mit Pfeil und Bogen umgehen kann.

Historisch orientiert sich das Spiel an der Wikingerzeit im 10. Jahrhundert, in der diese bis zum Mittelmeer reisten und dort etwa als Leibwache des byzantinischen Herrschers arbeiteten (siehe auch Warägergarde

Gameplay Bearbeiten

Es hat sich nichts im Vergleich zum ersten Teil geändert, es gab jedoch ein paar interessante und sinnvolle Erweiterungen:

  • Gebäude können erweitert werden. Das ist vor allem bei der Holzverarbeitung sehr praktisch. Im ersten Teil brauchte man drei bis vier Gebäude, um Werkzeug, Bögen, Speere und Möbel zu produzieren. Nun besitzt man eine Schreinerei, die zunächst Werkzeug produzieren kann später ausgebaut werden kann, um Speere, Möbel, Schiffe oder Ochsenkarren zu bauen. So gut wie jedes Produktionsgebäude und jedes Wohnhaus ist ausbaufähig.
  • Es gibt keine Punkte mehr, die man auf Stats der Dorfbewohner verteilen kann.
  • Das Militärwesen wurde komplett überarbeitet. In der Kaserne werden nur noch Soldaten ausgebildet, die man mit beliebigen Gimmicks ausstatten kann. Neben den klassischen Rüstungen und Waffen auch mit allerlei Tränken und Talismanen. Außerdem gibt es nun Schiffe und Katapulte, die Schiffe können sich jedoch nicht verteidigen.

Es gibt wieder mehrere NPC-Völker, die man selbst nicht spielen kann:

  • Byzantiner
  • Sarazenen
  • Franken
  • Monster

Bei den Monstern handelt es sich um Wölfe und ähnliches, die ohne Siedlung in der Wildnis vorkommen.

Technik Bearbeiten

Cultures 2 sieht optisch wesentlich besser und stimmiger als, als der erste Teil. Das liegt daran, dass die Farben nicht mehr so knallig sind und die Flora und Fauna wesentlich abwechslungsreicher sind. Es gibt unterschiedlichere Landschaften, unterschiedlichere Gebäude (auch bei den NPCs) und auch die Atmosphäre ist wieder einzigartig gelungen. Trotz der wegfallenden RPG-Elemente des ersten Teils (die eher nervig waren), bleibt das Micromanagement erhalten und wird durch diverse Neuerungen gut erweitert.

Nachwirkung Bearbeiten

Es folgten nach kurzer Zeit zwei Nachfolger: Die Reise nach Nordland (2002), sowie Das Achte Weltwunder (2003). Beide gingen in den Medien relativ unter. Der bisher aktuellste Nachfolger ist ein äußerst schlechtes Browsergame ohne Micromanagement.

Empfehlung Bearbeiten

Dieses Spiel ist allein aufgrund des Micromanagements und der wunderbar dargestellten Welt empfehlenswert. Wer jedoch mit Wikingern und Strategie nichts anfangen kann, ist hier falsch.

Bezugsquellen Bearbeiten

Bei Amazon und eBay findet man Gebrauchtversionen schon für wenige Euronen. Bei GoG findet man das Spiel ebenfalls für knapp 10 $

Gallerie Bearbeiten

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